Nach einer Scheidung hatte ich von heute auf morgen die verbundene Schreibschrift in großgeschriebene, aufrechte Druckbuchstaben ausgetauscht. Meine Gefühle waren unbewusst zur Nebensache geworden. Der Verstand kontrollierte mein Leben. 

Mutter, Hausfrau, Angestellte …. Ich funktionierte wie eine Maschine. Nach Aussen sah alles gut aus doch innerlich konnte ich die Traurigkeit nicht mehr ertragen. 

Eines vorweg: Große Druckbuchstaben zu schreiben trägt nicht zur Freude des Menschen bei. Einzeln und getrennt voneinander stehen sie auf dem Papier, welches das Spielfeld des Lebens darstellt. Die Hände verschränkt, der Körper aufrecht und kerzengerade, keine Unter- oder Oberschlaufen. Da fehlt etwas Schwung in der ganzen Natur der Form. Ein fröhliche, lebhaftes Wesen hat Spaß an der Bewegung, am Tanzen und am Ausprobieren von neuen Dingen. Das kann nur die verbundene Schreibschrift. Verspielt und energiegeladen beschreibt sie Worte und verbindet mehr als nur den Inhalt. In der Schweitz nennt hat man dafür einen niedlichen Ausdruck. Die Schnürli Schrift. 

Vor meiner Ehe schrieb ich mit kursiven, verbundenen Schreibschriftbuchstaben. Ich war kreativ, fröhlich, offen und sorglos. All diese Eigenschaften konnte ich nicht mehr fühlen.

Ich widmete den Vimala Buchstaben und auch der Graphologie sehr viel Zeit und Energie. Das machte sich schnell bemerkbar. Zum ertsen Mal brannte ich für eine Sache. Das Schreiben hat mein Gehirn, meine Hand und vor allem meinen Verstand enorm herausgefordert. Da gab es einen Teil in mir, der nicht aufhören wollte an altem festzuhalten. Er sagte mir ständig: Hör doch auf damit. Das ist Unsinn. Warum verbringst du so viel Zeit damit? Wer ausser dir macht das sonst noch? Nach vielen Jahren der Praxis ist er still geworden. 

 

 

Schreiben ist wie Meditieren. Anhand der Handschrift kann ich genau sehen, wie es mir heute wirklich geht.

Ich danke allen Beteiligten wie Vimala Rodgers, Helmut Plogg, Jennifer Crebin, Andrea McNichol und vielen anderen Graphologen  für ihre Bücher und ihr Wissen. Sie haben mich mich beflügelt diese Erfahrung in die Welt hinauszutragen.

Es ist nie zu spät etwas Neues kennenzulernen. Jeder Tag und jeder Mensch macht einen Unterschied zu gestern. Leben heißt lernen. Es hört nie auf. Es ist ein fortwährender Prozess. Heute verbringe ich gerne Zeit mit mir und ich liebe die Stille. Das Schreiben lehrt mich langsamer zu werden, mich immer wieder zu erden und ruhig zu atmen.

Namaste

 

Meine Vision

In meiner Welt gibt es Schulen, die sich auf eine lebhafte Schreiblehre eingestellt haben. Denen der Wert des Schreibens und Lesens bekannt ist und die sich dafür einsetzen.  

Schreiben ist gesund für den Körper, den Geist und die Seele. Warum nicht bereits von Kindheit an dieses Wissen anwenden? Wer einmal das Wesen der Buchstaben und die optimale Aufteilung des Raumes erfahren hat, wird ein Leben lang darauf zurück greifen. Es ist für immer präsent. 

Die Welt ist voller selbstbewusster Optimisten, die Herausforderungen annehmen und nach Lösungen suchen. Jeder Mensch hat sein eigenes Licht, seine eigene Melody und seine individuelle Farbe. Je heller das Licht, umso mehr kann man sehen.

Die Graphologie ist das Wissen über Handschriften. Sie ist spannend, beeindruckend und voller Wunder. Man lernt sich von einer neuen Seite kennen. Die Inhalte sind logisch und dadurch leicht anzuwenden. Es macht einfach Sinn und führt in kurzer Zeit zu bemerkenswerten Veränderungen.

Was ist Ihre Vision?

Finden Sie es heraus und folgen Sie ihr.